Müssen Eigenversorger die EEG-Umlage zahlen?

erstellt am: 

10.09.2014

Textfassung vom: 

10.10.2017

zuletzt geprüft am: 

10.10.2017

Gesetzesbezug: 

Grundsätzlich ja.

Seit dem Inkrafttreten des EEG 2014 besteht grundsätzlich auch für die Eigenversorgung die Pflicht zur - zumindest anteiligen - Zahlung der EEG-Umlage (§ 61 Abs. 1 EEG 2014/§§ 61 ff. EEG 2017).

„Eigenversorgung“ ist der Verbrauch von Strom, den eine natürliche oder juristische Person im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang mit der Stromerzeugungsanlage selbst verbraucht, wenn der Strom nicht durch ein Netz durchgeleitet wird und diese Person die Stromerzeugungsanlage selbst betreibt.

Ausnahmen von der EEG-Umlagepflicht für die Eigenversorgung sind in § 61 Abs. 2 bis 4 EEG 2014 bzw. in §§ 61a bis 61f EEG 2017 geregelt. Dies betrifft u.a.

  • Stromerzeugungsanlagen mit einer installierten Leistung bis 10 kW, für höchstens 10 MWh selbst verbrauchten Strom pro Kalenderjahr, oder
  • Bestandsanlagen unter den im EEG 2014/EEG 2017  geregelten Voraussetzungen.

Die Clearingstelle EEG hat zu Einzelfragen zur Anwendung und Auslegung des § 61 EEG 2014 die Empfehlung 2014/31 herausgegeben.

Des Weiteren hat die Bundesnetzagentur ihren Leitfaden zur EEG-Umlagepflicht bei der Eigenversorgung nach § 61 EEG 2014 veröffentlicht.

Bitte beachten Sie, dass grundsätzlich jedwede Strommengen im Zusammenhang mit der EEG-Umlage an denjenigen Netzbetreiber mitzuteilen sind, der berechtigt ist, die EEG-Umlage zu erheben. Werden die Strommengen bis zu der im EEG geregelten Frist nicht mitgeteilt, kann dies zur Erhöhung der EEG-Umlage auf diese Strommengen führen.

 

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