A. Verkündung im Bundesgesetzblatt
Das „Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie 2009/28/EG zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen (Europarechtsanpassungsgesetz Erneuerbare Energien - EAG EE)“ vom 12. April 2011 wurde am 15. April 2011 im Bundesgesetzblatt verkündet (BGBl. I, S. 619).
B. Kein Einspruch durch den Bundesrat
Der Bundesrat hat gemäß der Empfehlung seiner Ausschüsse (BR-Drs. 105/1/11, im Anhang) auf seiner Sitzung vom 18. März 2011 beschlossen, zum „Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie 2009/28/EG zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen“ nicht den Vermittlungsausschuss anzurufen (s. BR-Drs. 105/11(B), im Anhang). Das EAG EE einschließlich der vorgesehenen Änderungen am EEG 2009 ist damit zustande gekommen. Zudem hat der Bundesrat eine begleitende Entschließung gefasst, in welcher er sich unter anderem für bestimmte Eckpunkte der Vergütung von in PV-Anlagen erzeugten Strom in der EEG-Novelle 2012 ausspricht (s. ebenfalls BR-Drs. 105/11(B)).
C. Beschlussempfehlung und Bericht des Umweltausschusses
Der Umweltausschuss des Bundestages hat in seiner Beschlussempfehlung (BT-Drs. 17/4895, s. Anhang) vom 23. Februar 2011 dem Bundestag empfohlen, mit dem EAG EE am EEG 2009 u.a. auch Änderungen in Bezug auf die Vergütung (Degression) bei PV-Anlagen sowie die Einschränkung des sog. Grünstromprivilegs vorzunehmen. Die Beschlussempfehlung nimmt damit den Änderungsantrag der Fraktionen CDU/CSU und FDP (Auschuss-Drs. 17(16)216, in BT-Drs.17/4895 enthalten) auf, welcher die vom Bundeskabinett am 2. Februar 2011 vorgeschlagenen Formulierungen (s. B) enthält.
D. Kabinettbeschluss
Das Bundeskabinett hat am 2. Februar 2011 die Formulierungshilfe (Kabinettbeschluss, im Anhang) für einen Änderungsantrag zum Entwurf des EAG EE beschlossen, welche vorgezogene Änderungen am EEG 2009 in Bezug auf die Vergütung (Degression) bei PV-Anlagen sowie die Einschränkung des sog. Grünstromprivilegs vorsieht. Darin werden folgende Änderungen vorgeschlagen:
E. Eckpunktepapier von Bundesumweltministerium und Solarwirtschaft
Am 20. Januar 2011 hatte bereits das Bundesumweltministerium gemeinsam mit dem Bundesverband Solarwirtschaft ein Eckpunktepapier vorgestellt, das einen gemeinsamen Vorschlag für die Degression bei PV-Anlagen sowie einen Vorschlag für die Einschränkung des sog. Grünstromprivilegs enthält. Das Eckpunktepapier schlug im Wesentlichen die gleichen Maßnahmen vor. Eine Zusammenfassung des Eckpunktepapiers finden Sie auch in der Pressemitteilung des BMU vom 20. Januar 2011. Weitere Informationen und eine Grafik finden Sie zudem auf den Seiten des Bundesverband Solarwirtschaft (BSW Solar), http://www.solarwirtschaft.de.